Ein ehrliches Geständnis, ich hatte am Anfang Angst zu bloggen. Nicht weil mir die Worte fehlten, die hatte ich (fast) immer, sondern weil WordPress neu für mich war und ich lieber gar nicht schrieb, als das Risiko einzugehen, etwas falsch zu machen.
Das ist bezeichnend, wenn man es so liest. Eine Frau die über Berufsstress schreibt, über den Mut aus der Komfortzone zu treten, über das Vertrauen in sich selbst, die sass ein Jahr lang vor einem leeren Blog, weil die Technik sie eingeschüchtert hat 😅 Heute kann ich darüber lachen und ich bin sehr froh, dass ich trotzdem irgendwann einfach angefangen habe.
Wo es wirklich begann – bei Jimdo
Bevor ich zu WordPress wechselte, war ich bei Jimdo und dort habe ich tatsächlich gebloggt, viel, regelmässig und mit Freude. Ich fühlte mich sicher mit der Technik, da es Bausätze gab und total simpel war in der Anwendung.
Das war vor 2023. Die Themen damals waren auf der einen Webseite Fotografien und meine Reisen nach Andalusien, die ich dokumentiert hatte. Auf der KIANA-Seite waren es Tiere, Tierkommunikation, Fernreiki für Mensch & Tier. Das was mein Herzensthema war, bevor ich begriffen habe, wie viele Menschen auch Berufsstress kennen und wie gut meine Energiearbeit dort wirkt.
Diese alten Artikel existieren leider nicht mehr, Jimdo ist Vergangenheit, die Inhalte sind weg. Das ist ein bisschen schade, aber es ist auch ein guter Reminder: was man auf einer Plattform aufbaut, gehört einem nicht wirklich. Was man auf dem eigenen Blog aufbaut, bleibt 💜
Die Angst vor WordPress und wie sie sich aufgelöst hat
Als ich zu WordPress wechselte, war ich überfordert. Gutenberg, Themes, Plugins, Permalinks, SEO, eine ganz eigene Welt. Und dann noch was muss wo eingestellt werden, wo ändere ich Einstellungen, ein Dschungel…
Meine Reaktion: Ich schrieb lieber gar nicht, als mich an die Technik zu wagen.
Was mich das gelehrt hat ist, dass Perfektionismus einer der grössten Verhinderer ist. Nicht Zeitmangel, nicht fehlendes Wissen, nicht falsche Themen, sondern die Überzeugung, dass es erst gut genug sein muss, bevor man anfängt.
Irgendwann, ich kann nicht mehr sagen wann genau, habe ich einfach losgelegt. Einen Beitrag, dann noch einen und gemerkt, dass es geht und dass es gar nicht so eine Hexerei ist. WordPress lernt man durch Benutzen, nicht durch Zuschauen.
Heute veröffentliche ich regelmässig Beiträge und ich freue mich, wenn “Yoast” mir zwei grüne Punkte anzeigt 😄
Warum ich das Bloggen liebe
Das Hindernis war anfangs die Technik, aber darum geht es nicht beim Bloggen. Es geht ums Schreiben und das liebe ich.
Ich liebe es, weil ich das Format bestimme. Kein Zeichenlimit wie auf Instagram, kein Algorithmus der entscheidet, ob mein Beitrag gesehen wird. Kein fremdes Layout, in das ich meine Gedanken pressen muss. Ich schreibe so lang wie das Thema es braucht, manchmal 500 Worte, manchmal 1500 und das entscheide alleine ich.
Ich liebe es, weil ein Blogartikel bleibt. Ein Social-Media-Post verschwindet nach Minuten im Feed oder wird gar nicht ausgespielt. Ein Artikel vom August 2026 kann im März 2027 noch jemanden genau im richtigen Moment erreichen. Das ist nachhaltige Sichtbarkeit und die gehört mir.
Ich liebe es, weil ich in Kategorien schreiben kann. Stress im Berufsalltag, Energiearbeit, Tiere, Persönliches. Jede Leserin und jeder Leser kann heraussuchen was gerade passt. Der Blog ist kein Monolog, er ist mein Angebot mehr über mich und meine Arbeit zu erfahren.
Ich liebe es, weil ich über mich und meine Arbeit schreiben kann ohne mich erklären zu müssen. Im HR musste ich immer übersetzen, anpassen, moderieren. Im Blog bin ich einfach ich.
Ein Themenweg der mit Tieren begann
Wenn ich meinen Blogging-Weg anschaue, sehe ich eine schöne Entwicklung:
Zuerst die Tiere. Tierkommunikation, Fernreiki für Tiere, das Leben mit älteren und chronisch kranken Tieren. Das war mein Herzensthema und ist es noch immer.
Dann die Hochsensibilität. Die Erkenntnis, dass ich hochsensibel bin, hat vieles erklärt und viele Artikel inspiriert. Für Menschen die sich fragen: Warum bin ich so anders? Warum kostet mich alles so viel Energie?
Dann der Berufsstress. Die logische Verbindung zwischen Hochsensibilität, Energiearbeit und dem, was so vielen Menschen im Job widerfährt. Das ist heute mein Hauptthema und es wächst.
Die Themen haben sich verändert, aber der rote Faden war immer da: echte Menschen, echte Energie, echte Geschichten 💜
Mein grösster Traum und warum der Blog damit zu tun hat
Ich habe einen Traum, einen der schon lange in mir ist und der sich durch das Bloggen immer klarer anfühlt.
Ich möchte eines Tages ein Buch schreiben.
Nicht irgendeins, sondern eines das Menschen wirklich hilft, das über Berufsstress, Energie, Hochsensibilität und den Weg aus der Erschöpfung in die Kraft erzählt. Mit echten Geschichten, mit meiner persönlichen Geschichte.
Und jeder Blogartikel, den ich schreibe, ist wie eine Sequenz davon. Ein Kapitel das noch keinen Ort hat, aber schon existiert. Eine Idee die Form annimmt und ein Gedanke der bleibt.
Das Bloggen ist für mich nicht Vorbereitung auf das Buch, es ist der Weg dorthin.
Was mir das Bloggen gebracht hat
Ganz konkret: Sichtbarkeit. Eine Blogparade die ich gestartet habe, hat in kurzer Zeit mehrere Beiträge hervorgebracht und eine Kongress-Speakerin auf mich aufmerksam gemacht, durch nichts anderes als einen ehrlichen Artikel.
Und innerlich hat es mir Klarheit gebracht. Ich verstehe meine eigene Arbeit besser seit ich über sie schreibe. Das klingt merkwürdig, aber es stimmt. Schreiben zwingt zum Denken wie ich es sauber und verständlich formulieren kann. Diese Überlegungen und das Auseinandersetzen mit dem Thema bringt Klarheit.
Würde ich heute wieder mit dem Bloggen beginnen? Sofort, früher und ohne Angst vor WordPress oder dass der Inhalt nicht gut ankommen könnte 😄
Wann hast du mit dem Bloggen angefangen und was treibt dich an? Ich freue mich auf deine Geschichte in den Kommentaren 👇
In meinem Newsletter erfährst du immer als Erste, was bei mir gerade läuft oder auch nicht läuft, ich schreibe sehr authentisch und ehrlich. Und es gibt immer wieder Tipps und Impulse für dich und dein Tier wenn du eines hast oder den Umgang mit Berufsstress.
Alles Liebe 💜
Nathalie
Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade “Warum und wann ich mit dem Bloggen angefangen habe” von Birgit Lorz. Alle Infos zur Blogparade findest du hier: ZUR BLOGPARADE BIRGIT LORZ

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